Ökobaustelle Kanalbau Robust DN300

Ökologisch im Kanalbau - Nachhaltigkeit im Gesamten betrachtet - von der Werkstoffauswahl bis zum Einbau

Bei dieser Baustelle haben wir in der Zusammenarbeit mit MTS Schrode AG und dem Bauunternehmen Schrode die Ökobaustelle Kanalbau realisiert. Neben dem Werkstoff #beton im Kanalbau wurde im Bereich der Leitungszone vor Ort aufbereitetes Material verwendet. Möglich macht dies unter anderem das Stahlbetonrohr als biegesteifes Rohr, welches mit grobkörnigerem Material in der Leitungszone statisch nachgewiesen wurde.

Dadurch konnten nicht nur Ressourcen und enorme Mengen CO² gespart werden, sondern selbstredend auch Kosten. Insgesamt wurden hierbei 15 LKW an zu entsorgendem Aushubmaterial, das nun auf der Deponie lagern würde, vermieden.

 

Kommentar von Lukas Schrode - Bauleiter der Rainer Schrode GmbH aus Hayingen:

Bei der Baumaßnahme Zwiefalten – Gürst haben wir ein Nebenangebot „Ökobaustelle Kanalbau“ abgegeben. In diesem machten wir den Vorschlag, die untere und obere Bettung der Kanalleitungen mit dem ausgeschriebenen Kies-Sand-Gemisch herzustellen, die anschließende Verfüllung der Leitungszone hingegen mit vor Ort aufbereitetem Material. Dieses wird durch einen vom Bagger nutzbaren Bodenrecycler direkt vor Ort in den vorgegebenen Korngrößen aufbereitet. Dadurch entfällt zum einen die Lieferung von enormen Mengen an Fremdmaterial, zum anderen entfallen große Teile der teuren Entsorgung des verdrängten Aushubmaterials. Dadurch konnten nicht nur Ressourcen und enorme Mengen CO² gespart werden, sondern selbstredend auch Kosten – in diesem Fall allein für 3 Haltungen circa 6.000€.

Der große Vorteil von am Bagger angebauten Bodenrecyclern ist, dass Aushubmaterial direkt auf der Baustelle aufbereitet werden kann. So lassen sich zum einen die je nach Anwendungsfall passenden Korngrößen herstellen (von 20mm – 100mm), zum anderen lassen sich bei Bedarf durch Zugabe von Bindemitteln (Kalk – Zementgemische) vermeintlich nicht mehr einbaubare Böden wieder in brauchbare Böden verwandeln („Bodenhexe“). Dadurch hat man verdichtbares Aushubmaterial direkt für den Wiedereinbau vorbereitet – Ressourcenschonend und ohne von etwaigen Materiallieferungen von Fremdmaterial abhängig zu sein, sowohl zeitlich als auch monetär gesehen.

Durch die Verwendung von Stahlbeton Robust Rohren, war nicht nur die Verlegung wegen der Falzmuffe schneller, sondern auch durch die Robust Rohre konnte der Wiedereinbau von örtlichem Material statisch sicher nachgewiesen werden.


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