Im Zuge der Erschließung eines größeren Industrieareals in Ettenheim wurde die Planung und Umsetzung einer unterirdischen Löschwasserspeicheranlage in Form eines Sprinklertanks mit einem Speichervolumen von ca. 460 m³ realisiert. Sprinklertanks dienen der Sicherstellung der Löschwasserversorgung für Lager- und Gewerbeobjekte und stellen im Brandfall die notwendige Wassermenge für stationäre Löschanlagen bereit.
Die Anlage wurde innerhalb eines bestehenden Parkplatzbereichs integriert. Die bauliche Umsetzung erfolgte mittels Stahlbetonrohren DN2800, mit einer Gesamtlänge von ca. 72 m.
Bereits in der frühen Projektphase erfolgte eine intensive Einbindung in die Vorplanung mit dem Ingenieurbüro Willaredt aus Sinsheim, sowie die technische Abstimmung mit der VdS Schadenverhütung. Hierdurch konnten die spezifischen Anforderungen an Löschwasserrückhaltung, Betriebssicherheit und Genehmigungsfähigkeit frühzeitig sichergestellt werden.
Eine besondere technische Herausforderung stellte die Integration eines Sonderbauwerks für eine Unterwassermotorpumpe dar. Diese musste gemäß Vorgaben ca. 1,0 m unterhalb der Tanksohle angeordnet werden. Hierfür wurde ein Bauwerk gefertigt und geliefert. Das schwerste Einzelbauteil hatte ein Gewicht von rund 33 Tonnen.
Die Ausführung der Erd- und Tiefbauarbeiten erfolgte durch die Firma Naumann Bau aus Ittlingen. Trotz beengter Platzverhältnisse konnte ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Baustellenmanagement umgesetzt werden. Das im Bereich der Bauwerke und Rohrtrassen verdrängte Bodenmaterial wurde selektiv abgefahren, während ein großer Anteil des Aushubs vor Ort aufbereitet und als Flüssigboden für die Leitungszone wiederverwendet wurde. Dieses Vorgehen entspricht modernen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und reduzierte Transport- sowie Entsorgungsaufwand erheblich.
Durch den Einsatz von Flüssigboden konnte zudem bei geringer Grabenbreite eine homogene Bettung und lastabtragende Umgebung erzielt werden. Dies war insbesondere relevant, da der Sprinklertank im Endzustand unter einem weiterhin genutzten Parkplatz mit geringer Überdeckung liegt und somit auch durch Schwerlastverkehr beansprucht wird. Die statischen Anforderungen konnten hierbei vollständig nachgewiesen werden.
Ein weiterer Vorteil des eingesetzten Werkstoffs Stahlbeton bestand darin, dass aufgrund des Eigengewichts der Konstruktion keine zusätzliche Auftriebssicherung während des Einbaus erforderlich war – selbst unter Berücksichtigung der Verarbeitung mit Flüssigboden.
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