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Sedimentation

Für die Behandlung von Regenwasser zur Einleitung in Oberflächengewässer wird meistens die Sedimentation, also das Absetzen von Schmutzpartikel aus dem Wasser, als technisches Grundprinzip gewählt. Die effektivsten Behandlungsanlagen sind Lamellenschrägklärer und tangentiale hydrodynamische Abscheider. Die Bemessung des erforderlichen Rückhalts von Lamellenschrägklärer erfolgt über die Oberflächenbeschickung. Hingegen kann der Rückhalt von tangential hydrodynamischen Abscheidern nur über Leistungsdaten vom Prüfstand ermittelt werden (Berechnung derzeit quasi unmöglich). Einfache Sedimentationsanlagen wie Tauchrohre oder Rohrsedimentationen können auch über die Oberflächenbeschickung bemessen werden, der Einsatz solcher Anlagen sinkt jedoch aufgrund der geringeren Sedimentationsleistung. Alle Anlagen können im oder ohne Dauerstau gebaut werden.

 

Geprüfte Sedimentationsanlagen mit Leistungsnachweis

Auf einem Prüfstand werden Lamellenschrägklärer und Hydrodynamische Abscheider auf Ihre Funktionsfähigkeit nachweislich untersucht. Lamellenschrägklärer arbeiten mit einer Oberflächenbeschickung nach dem Sedimentationsprinzip. Hydrodynamische Abscheider nutzen Tangentialkräfte um Schmutz und Partikel zu trennen.

Lamellenschrägklärer:

RöserLamella vom Standard im Rundschacht bis zu Großanlagen mit viel  angeschlossener Flächen

Details hierzu finden Sie hier.

Hydrodynamische Abscheider:

RöserFlow und RöserSHARK
 

Details hierzu finden Sie hier.

 

Die Auswahl der richtigen Behandlungsanlage

Im Fließschema ist ein Weg zur Auswahl der Behandlungsanlage mit Einleitung in Oberflächengewässer skizziert (DWA-A 102). Er behandelt die wesentlichen Fragen und zeigt, welche Informationen unabdingbar sind. Da jede Anlage individuell ist, müssen die Anlagen so konzipiert werden - das Fließschema dient nur als Spickzettel. Für die genaue technische Auslegung sind folgende Daten notwendig:

  • Flächengröße und Kategorie (bzw. Nutzung der Fläche)
  • Regenspende (DWD-KOSTRA Daten)
  • Abflussbeiwerte
  • Anforderungen der Behörde an Drosselvolumen o.ä.
  • Optional Lageplan und Einleithöhen etc. als auch Information ob im oder ohne Dauerstau bzw. Vollstrom oder Teilstrom -Behandlung

Sie kennen nicht alle Größen oder möchten das Niederschlagswasser nach DWA-A 138 versickern? Sprechen Sie uns an und gemeinsam finden wir eine passende Lösung.

Auf das Bild klicken, um das komplette Schema zu öffnen.

 

Die Anlagen können sowohl im als auch ohne Dauerstau gebaut werden. Die dafür benötigte Pumpentechnik wird im Zuge der Planung ermittelt.
Die Auslegung erfolgt gemäß den Richtlinien der DWA-A 102 und DWA-A 138.

 

Einfache Sedimentationsanlagen

Die einfachsten Sedimentationsanlagen befinden sich im Bereich der Tauchrohre oder der Rohrsedimentation. Diese sind dazu geeignet, Grobfrachten zurückzuhalten und die in den Regelwerken geforderten Partikelgrößen abzuscheiden. Das wesentliche Prinzip dahinter ist die Verweilzeit, wobei die Strömungsführung den größten Einfluss hat. Das bedeutet, dass der ankommende Niederschlag beruhigt sein muss (bzw. laminar), damit ein mitreißen von Sedimenten verhindert wird.

  • Die Bauweise limitiert die anschließbare Fläche im Vergleich zu Lamellenschrägklärer oder hydrodynamsiche Abscheider
  • Die Reinigungsleistung ist mit der Oberflächenbeschickung berechenbar.
  • Der Leichtstoffrückhalt wird durch die Bauweise gewährleistet.